Erfolgreicher Pokaleinstand 2011
Bodenhöfer erlöst überragende Luden!
Es ist wieder soweit! Ballsportbegeisterte aus aller Welt strömen in die wichtigste Fußballmetropole Europas um dabei zu sein, wenn sich entscheidet, welche Elf tapferer und unerschrockener Ballkünstler es vollbringt, sich für immer und ewig auf den Olymp der Pokalsieger des UniPokals der Universität Mannheim zu katapultieren.
Der Wettbewerb ist nun schon seit einiger Zeit in vollem Gang und am gestrigen Freitag war es an unseren Luden, ihre diesjährige Feuertaufe bestmöglich zu bestehen. Der Gegner, Pokalneuling Lokomotive Mannheim, wurde von den ludischen Scouts als harte, aber knackbare Nuß eingeschätzt, so dass die Vorfreude auf das Spiel die Anspannung überstieg, als sich die Schirmherren des älltesten Gewerbes der Welt in ihren nagelneuen Uniformen auf dem vor Hitze schier glühenden Schicksalsfeld einfanden.
Doch ohne Umschweife hinein ins Spielgeschehen: Die Luden begannen die Partie in gewohnt starker, aggressiv offensiver Manier und konnten sich so schon zu Anfang einige hochkarätige Chancen herausarbeiten, ohne jedoch in letzter Konsequenz ihre sonst so verlässliche und allseits geliebte Torgefahr mit einem erfolgreichen Abschluss krönen zu können. Das ludische Spiel war gut, allerdings teilweise ein wenig aufgeregt, es mangelte an den doch so typischen, so unschlagbar verzückenden Ballstafetten, die die Luden bei Fans aller Couleur so be- und geliebt machen. Die daraus resultierenden Fehlpässe führten dann zu zaghaften Vorstößen der gegnerischen Mannschaft, die sich mit vollem Einsatz versuchte, den anstürmenden Ludenmassen entgegen zu stämmen, eine wahre Torchance herauszuarbeiten war ihr aber im gesamten Lauf der ersten Halbzeit nicht möglich, sodass der überragende, vielfach für seine Leistungen prämierte und eine enorme Ruhe ausstrahlende Stephan Schimmel strahlende Sonne und Spiel eher als Zuschauer genießen konnte. Die erste Halbzeit war bestimmt durch ansehnlichen, körperbetonten Angriffsfußball und eine Reihe von Standardsituationen, die die Luden aber weiterhin nicht in ein Tor verwandeln konnten.
Nach dem Seitenwechsel bot sich dann ein anderes, runderes Bild. Die Luden wirkten, trotz der brüllenden Hitze, aktiver als zuvor, ließen die gegnerische Mannschaft kaum noch in ihre Hälfte, waren zweikampfstark und brachten durch die zunehmende Übersicht, die in das Ludenspiel mehr und mehr Einzug erhielt, einige schöne Kombinationen zustande. Vor allem die läuferische Stärke von Aktivposten wie "Jussi" Feuchter, "Siggi" Timm, "Blaso" Blasberg und anderen, aber auch die unglaubliche Ballsicherheit aller waren Faktoren, die das Spiel nun zu einem klassischen Einbahnstraßenfußball werden ließen. Die zahlreich angereisten Zuschauer konnten bewundern, wie die Luden die gegnerische Abwehr immer wieder von außen und durch die Mitte in Bredouille brachten, die sich immer häufiger nur noch durch Fouls zu helfen wusste, was völlig berechtigt zur Erhitzung des Temperaments der Gefoulten führte, das der souveräne Schiedsrichter aber gleichfalls umgehend wieder zu kühlen wusste. Doch auch Freistöße, teilweise mit unbändiger Gewalt durch "Am Sack" Bodenhöfer, noch immer allen durch seinen wahnsinnigen Ball über achtzig Meter aus dem letzten Jahr in Erinnerung, oder gefühlvoll durch "Blaso" auf das Tor gezogen, konnte der Lokomotive-Torwart mit streckenweise unmenschlichen und für die Zuschauer nicht nachzuvollziehenden Rettungstaten klären.
Das führte dazu, dass langsam aber sicher ein wenig Sorge in den Luden keimte, dass ihr Spiel, das spätestens seit der Halbzeit keinen Zweifel mehr an ihrer haushohen Überlegenheit ließ, eventuell nur zu einem Unentschieden führen könnte, ein Ergebniss, das die Luden nur als Niederlage hätten ansehen können.
Doch dann kam die 82. Minute, der immer wieder nach vorn stoßende Innenverteidiger Tobias "Kickers" Bodenhöfer fasste sich ein Herz, drang blitzschnell links in den gegnerischen Strafraum und zimmerte das runde Leder mit einem für das menschliche Auge kaum wahrnehmbaren, genau platzierten Linksschuss in die rechte untere Ecke. Durch die Mischung aus unvorstellbarer Geschwindigkeit und Härte und Adleraugenpräzision völlig unhaltbar für den Torwart, für jeden Torwart! Der Schütze, der sich schon im Moment des Schusses über das Tor sicher gewesen sein musste, lief zielgenau und ohne Umwege in Richtung Ludenbank, um mit seinen Kumpanen zu feiern. Welch eine Euphorie, welch eine Erleichterung! Das Unmögliche war geschafft, der scheinbar unüberwindliche Torwart geschlagen, der Sieg greifbar nahe! Die letzten Offensiven der Lokomotive konnten souverän abgewehrt werden, der Schlusspfiff ertönte und die Luden konnten ihren gelungenen Einstand im UniPokal 2011 mit drei Punkten belohnen, die sie auf den besten Weg ins Viertelfinale bringen. Ein Fußballfest mit Höhen und Spitzen, Emotionen in allen Nuancen und einem verdienten, würdigen Abschluss, das uns, und damit sind alle gemeint, die diesem denkwürdigen Ereignis bewohnen durften, bis an das Ende unserer Leben in Erinnerung bleiben wird als der Pokalauftakt der letzten Luden 2011!
Auf geht's Luden, der Anfang ist gemacht, der erste Grundstein gelegt! Die Straße, die wir gestern betreten haben, führt zum Titel, lasst sie uns auch bis zum Schluss beschreiten!