Enttäuschung und Fassunglosigkeit bei den Luden
Der Geheimtipp des Turniers, die legendären "letzten Luden", mussten heute die wohl bitterste Niederlage des noch jungen Uni-Pokals hinnehmen. Nach überragender erster Halbzeit und dem verdienten Führungstreffer war der Ausgleich durch die Jungbuschkickers unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff der erste Rückschlag für die hochmotivierten Luden, die mit einem Sieg an diesem verregneten Abend den ersten Platz in ihrer Gruppe hätten erlangen können! Nach der Pause gelang es den Jungbuschbolzern ein weiteres Mal, die ansonsten hervorragend agierende Verteidigung der "Vollkaufmänner" zu bezwingen, als der Ball von Höhe des Elfmeterpunktes abgefälscht und unhaltbar ins Tor trudelte.
Doch die junge Mannschaft der Luden ließ sich den Mut und die Spielfreude nicht nehmen und schaffte es auf ein Neues, das Spiel an sich zu reißen und zu kontrollieren, was den mehr als verdienten Ausgleich und noch weitere erstklassige Chancen zur Folge hatte! Allerdings blieb den tapferen Kämpfern ein weiterer Torjubel verwehrt. Hatte man sich auf Bank und Platz bereits begonnen, mit dem Unentschieden zu arrangieren, ließ sich der Abwehrfels T. Bodenhöfer, aufgrund seines spektakulären Weitschusses im letzten Spiel, der alle Regeln der Physik zu brechen schien, liebevoll "80m - Tobi" genannt, in der 88. Minute zu einer Unüberlegtheit provozieren, als er einem Jungbusch-Mann den Ball vor einer Freistoßsituation noch einmal entriß. Die darauffolgende Zeitstrafe für ihn brachte das Gleichgewicht in der Innenverteidung empfindlich ins Wanken und eröffnete für die J.K.s, von denen seit der 65. Minute keine vernünftige Aktion mehr zu sehen gewesen war, die Möglichkeit zur Führung, die sie nicht ungenutzt ließen und somit den Willen der spielerisch sowie menschlich weit überlegenen Luden brechen konnten.
Das Tor zum 4:2 - Endstand war dann nur noch die Konsequenz des Schocks, den das 3:2 für die nun absolut demotivierten und fassungslosen Luden darstellte.
Als Fazit dieses über weite Strecken ansehnlichen, wenn auch einseitig höchst unfairen Fußballabends lässt sich festhalten, dass Fortuna den diszipliniert und wohlüberlegt aufgestellten Kiezkönigen nicht gesonnen war, nein im Gegenteil, dass sie sich mit allen Kräften gegen die Mannschaft geworfen hat. Ein solches Spiel zu verlieren stellt immer einen herben Rückschlag dar, aber vor dem Hintergrund der Wichtigkeit dieser Partie ist diese Niederlage nicht nur ein Rückschlag, sondern ein Faustschlag in den Magen und ein Tritt ins Gemächt der Luden.
Es bleibt zu hoffen, dass sie sich von dem heutigen Abend physisch wie mental erholen können, um im Spiel am nächsten Dienstag die Mannschaft der Hotshots aus dem Rennen um den Einzug ins Halbfinale zu katapultieren!
Glück auf, Luden...
Die Schlacht ist verloren, aber der Krieg ist noch nicht vorbei!
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